Wie funktioniert das Sehen?

Die Netzhaut oder Retina im Augenhintergrund besteht unter anderem aus über 100 Millionen Sehsinneszellen und überzieht wie eine Folie einen grossen Teil des inneren Auges. Sie funktioniert wie ein Kamerafilm, wenn Licht durch die Pupille einfällt. Durch die Linse wird eine Abbildung auf die Netzhaut projiziert, die die Sehsinneszellen in Nervenimpulse übersetzen. Der Sehnerv transportiert die Botschaft in das Gehirn, das die Abbildung schliesslich in das gesehene Bild überträgt. Dank des Zentrums in der Makula, der sogenannten Fovea, kann das Bild scharf gesehen werden.

Unter der Netzhaut befinden sich die Ader- und die Lederhaut. Dazwischen liegt eine Pigmentschicht (Pigmentepithel). Die Aderhaut nennt sich so, weil sie von vielen Blutgefässen durchzogen ist. Sie versorgt einen Teil der Netzhaut mit Sauerstoff und Nährstoffen und führt «Abfallprodukte» ab, die die Netzhaut täglich produziert. Am stärksten beansprucht wird die Aderhaut direkt unter der Makula. Die äusserste Schicht, die Lederhaut, dient als Schutzmantel für das Auge.

Menschliches Auge

Das Zentrum der Makula, die Fovea, ist auf maximale Sehschärfe und Farberkennung spezialisiert. Die Blutversorgung dieses Teils der Netzhaut wird hauptsächlich über die darunter liegende Aderhaut gewährleistet.